Die Geschichte des Feldafinger Strandbads

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts plante die Gemeinde Feldafing die Errichtung eines modernen Strandbads, um ihren Ruf als Fremdenverkehrs- und Erholungsort zu untermauern.
Die alte zum Hotel Kaiserin Elisabeth, damals noch unter dem Namen Hotel Strauch gehörende Badeanstalt, entsprach nicht mehr den modernen Anforderungen. Von der Gemeinde wurde ein neues  Bad am nördlichen Ende des Feldafinger Lenné-Parks geplant. 1914 sollte dann mit dem Bau begonnen werden.

 

Der Erste Weltkrieg setzte allerdings dem Bauvorhaben ein Ende. Der Baubeginn verzögerte sich um mehr als 10 Jahre. 1926 war es dann soweit. Der erste Bauabschnitt war bis Saisonbeginn fertiggestellt und 1927 stand die gesamte Anlage. Die von Baumeister Engelbert Knittl geplante Badeanstalt hat die Schreinerei Floßmann ausgeführt mit weiteren, meist ortsansässigen Handwerksbetrieben.
Sie blieb seit ihrer Einweihung 1927 bis heute nahezu unverändert.

Es gab 150 Wechsel- und Saisonkabinen, die sich beidseitig an das Haupthaus anschlossen. Die Sitten waren damals noch streng, wenn auch Männer und Frauen nicht mehr getrennt baden mussten. So kann man in Baderegel No. 6 lesen:
„Damen dürfen nur geschlossene Badeanzüge, Herren nur Anzüge oder Hosen mit Beinansätzen tragen. Das Hinaufstülpen der Beinlängen ist verboten!“

Um dem Namen "Strandbad" gerecht zu werden, schüttete man auf dem halbrunden Plateau, das dem nördlichen Kabinentrakt vorgelagert ist sowie am etwa 100 Meter langen Uferbereich Sand auf. Später wurde dieser durch Rasen ersetzt. Noch heute ist der Sand im Nichtschwimmerbereich als Seegrund vorhanden.

 

Das Feldafinger Strandbad mit seinem historisch einzigartigen Ambiente bietet Nostalgie und eine entspannte Atmosphäre. Das Bad erfreut sich bei Jung und Alt großer Beliebtheit und ist eines der 16 bayerischen Freibäder, die unter Denkmalschutz stehen.

 

Die ersten Pläne stammen aus dem Jahr 1914. Ein Holzbau auf Stelzen sollte ins Wasser gebaut werden.



Das Buch zum Feldafinger Strandbad

Rechtzeitig zum 90-jährigen Jubiläum entstand ein 48-seitiges Fotobuch mit vielen Abbildungen aus der Zeit von 1926 bis 2017 und einer kleinen Zeitreise über Entstehung und Entwicklung.

 

Es handelt sich um ein "Fotobuch", das nach Anfrage einzeln gedruckt wird. Für den Besteller entstehen nur die reinen Druck- und Versandkosten von 29,50 EUR.

 

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